Shalom!

Da ich in den letzten Wochen nicht gerade fleißig war, hier eine kurze Zusammenfassung des Januars:

,,Nein, in Israel regnet es nie“

Der Januar ist einer der kältesten Monate in Israel. In Tel Aviv herrschen tagsüber meist so 14°C-16°C. In Jerusalem kühlt es aber auch mal ganz leicht auf 8°C runter. Außerdem regnet es häufig. Und Regen in Israel ähnelt einem überfallartigem Sturzfall, der einen immer im ungünstigsten Moment überwältigt! Das Wetter ist natürlich nicht vergleichbar mit richtigem Winter, aber da es auch keine Outdoor-Aktivitäten zulässt, kann es doch belastend sein.

Meine erste Maßnahme gegen das Wintertief war das Fitnessstudio. Ich gehe mit Paula, einer Freundin aus dem Krankenhaus hin, zusammen macht es einfach mehr Spaß! Außerdem ist es ein guter Ausgleich zum Alltag und dem Krankenhaus. Besonders das Spinning (Fahrradfahren in einem kleinen Raum zu lauter Musik) hat es mir angetan! Nach dem Sport gönnen Paula und ich uns meist noch einen Sauna-Gang, er ist das absolute Highlight des Nachmittags! Ich mag es so sehr, gemeinsam mit Paula zum Sport mit anschließender Sauna zu gehen.

Ansonsten haben wir an den Wochenenden kleinere Ausflüge gemacht. Mit Mina war ich in Caesarea. Es ist eine kleine Stadt an der Küste Israels, die vor allem bekannt ist für ihre römischen Ruinen. Unter den Römern entstand dort ein bedeutender Handelshafen. Heute sind große Teile der Stadt noch erhalten. Wir übernachteten in einem schnuckeligen Hostel 1h Stunde von Caesarea entfernt und liefen am nächsten Morgen am Strand entlang zu den Ruinen. Es war windig und kalt. Die See war aufgewühlt. Links von uns erhoben sich die Dünen. Uns ergriff ein richtiges Ostsee-Feeling. Richtig schön! Im Endeffekt würde ich diesen einfachen Strandspaziergang als das Highlight unseres Trips bezeichnen.

An einem anderen Wochenende war ich mit Toni in dem Nahal Mearot Nationalpark. Eigentlich wollten wir nach Akko fahren. Als wir dort jedoch am Donnerstagabend ankamen, war die Stadt wie ausgestorben. Enttäuscht entschieden wir uns, wieder zurück zu fahren. Es kann halt nicht alles klappen. Stattdessen fuhren wir in besagten Nationalpark. Er beherbert eine der wenigen Höhlen weltweit, in denen die Coexistenz von Neandertalern und dem modernen Menschen nachgewiesen wurde. Dieses Zusammenleben hatte zur Folge dass heutzutage immer noch 1%-4% der DNA europäischer und asiatischer Menschen mit der der Neandertaler übereinstimmt. Ohne es zu wissen, hatten wir uns an solch historisch wertvolle Orte begeben!

mit meinen Mädels 🙂

Leider löschten wir all unser angeeignetes Wissen noch am gleichen Abend, indem wir uns große Mengen wertvoller Spirituosen munden ließen (upsi). Der Abend war allerdings unschlagbar spaßig und lustig!

Außerdem besuchte ich Lotti in Jerusalem. Ich fuhr einfach mal an einem Dienstag zu ihr. Gemeinsam stromerten wir über die Dächer der Altstadt. Danach besuchten wir die Armenische Taverne. Die war noch vollkommen weihnachtlich geschmückt: es stand noch ein Weihnachtsbaum und die ganze Zeit liefen Weihnachtslieder (Mitte Januar!). Eine Woche später kam Lotti nach Tel Aviv. Ich zeigte ihr einen Aussichtspunkt bei mir in der Nähe. Die Sicht war echt atemberaubend.

Leider eskalierte das Schimmelproblem wieder extrem. Ein Schlafzimmer wurde komplett unbrauchbar. Alles war voller Schimmel. Einen Vorteil hatte diese Katastrophe aber: es war so schlimm, dass die Israelis keine andere Wahl hatten, als sich dem Problem anzunehmen und es zu lösen. Jetzt ist er weg und jeder kann wieder in seinem Zimmer schlafen. Gott sei Dank! Es kann echt belastend sein, wenn jemand über Wochen im Wohnzimmer schlafen muss.

Ansonsten war ich halt auf Arbeit. In letzter Zeit bekomme ich immer mehr mit, wie Menschen sterben. Für mich ist das oft nicht leicht. Aber das wird schon. 🙂 Mein Hebräisch wird langsam immer besser. Das ist echt motivierend. Außerdem ist es gut für meinen Kopf!

Sobald das Wetter wieder besser wird, können wir auch wieder größere Ausflüge machen und wandern gehen. Darauf freue ich mich schon riesig! Ich lasse euch wissen, wenn es soweit ist.

Bis bald, lehitraot!

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