Shalom!

Heute ging es für mich in die „Chederim Nituach“, in die Operationsräume. Unser Krankenhaus hat 25 Stück davon, was heißt, dass pro Tag bis zu 70 Operationen stattfinden können. Des Weiteren sind die Operationsräume und auch die Notaufnahme im Untergeschoss, sodass sie im Kriegsfall weiterhin funktionsfähig sein können.

Aber man kann natürlich nicht einfach in die Operationsräume gehen, nein! Ich musste im Krankenhaus 3x auf und ab laufen und ständig Leute anquatschen, um endlich meine Zuständige zu finden. Diese gab mir dann meine Uniform für den Tag. Im OP wird nämlich von allen nur blau getragen. Außerdem gibt es für jeden eine schickes Haarnetz und Schuhtüten. Auf allen anderen Stationen gibt es nur grüne, weiße und blau-weiße Uniformen.

Ich würde mir eine „Right Colectomy“ anschauen. Was ist das? Es ist die Entfernung des rechten Dickdarmabschnittes. In meinem Fall lag in diesem Darmabschnitt ein Tumor vor, der auf diese Weise entfernt werden sollte. Der verkürzte Dickdarm wird anschließend mit dem Dünndarm verbunden.

Jeder im OP war total nett zu mir. Ich durfte mit im Operationsraum bleiben und von ganz Nahem anschauen. Die Ärzte mussten den Bauch aufblasen und haben die OP über Kameras im Bauch der Patientin gelenkt. Ich konnte von außen sogar heimlich ein Bild für euch machen, hihi.

Der Moment, als der Darm aus dem Bauch geholt wurde, war echt cool! Der Tumor hatte tatsächlich eine schwarze Farbe!

Die nächste Operation behandelte eine „Hernia“. Dies ist der Bruch oder Austritt von Eingeweiden aus der Bauchhöhle durch eine Lücke in den angrenzenden Gewebeschichten. Der Mann, am dem die Operation durchgeführt wurde hatte diese Krankheit tatsächlich nur durch eine vorherige Operation bekommen. Diese hatte Muskelschichten beschädigt, wozu es zu dem Austritt kam.

Ich entschied mich, den Anfang noch anzuschauen. Und schwupp, eine Stunde später, hatte ich einen offenen Bauch vor mir liegen! Unglaublich.

Ich hoffe, niemandem ist beim Lesen dieses Eintrags schlecht geworden. Mir hat der Tag sehr gefallen!

Bis bald, lehitraot!

PS: Holger, falls ich medizinische Ungenauigkeiten untergemischt habe, kannst du mich gerne berichtigen!

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