Shabbat shalom!

Über Sukkot, dem jüdischen Laubhüttenfest, hatte ich schon das erste Mal Besuch aus Deutschland! Am 16. Oktober klingelte es 6:15 Uhr morgens an unserer Tür. Ich sprintete zur Tür und wurde von meiner Schwester, meiner Mama und ihrem Freund Jan empfangen. Freudestrahlend schlossen wir uns alle in die Arme!

Leider waren sie alle durch ihren Nachtflug sehr müde und ich musste auf Arbeit, sodass sich unsere Wege bis zum Nachmittag erstmal wieder trennten. Nach der Arbeit bin ich sie sofort in ihrer Ferienwohnung besuchen gekommen. Dort haben wir Neuigkeiten ausgetauscht und gequatscht. Und natürlich habe ich bewundert, was mein kleiner Bruder in den sechs vergangenen Wochen gelernt hat! Mittlerweile kann er krabbeln, hat fünf neue Zähne und zieht sich an allem, was ihm in den Weg kommt, hoch. Es ist echt bewundernswert, wie viel er in der kurzen Zeit gelernt hat und wie sehr er sich verändert hat. Fast genauso viel Begeisterung wie mein kleiner Bruder löste das große Nutella-Glas aus, das auf dem Esstisch stand. Nach dem ersten Zusammentreffen in der Wohnung sind wir zu mir gegangen, ich habe ihnen unsere Wohnung gezeigt und wir haben meine Sachen aus ihren Koffern ausgepackt. Sie waren nämlich so lieb und haben mir Unmengen (!!!) an Schokolade und Keksen mitgebracht (um euch die Größenordnungen vor Aufgen zu führen: Ich hab jetzt alleine 12 Tafeln Schoki).

Die nächsten fünf Tage hatte ich aufgrund der jüdischen Feiertage frei. So haben wir uns am Donnerstag in einen Mini-Bus gequetscht, sind zum Carmel Markt gefahren und durch Tel Aviv spaziert. Es war echt komisch, meine Familie in ,,meiner“ Welt zu sehen. Mich hat nicht nur einmal das Gefühl beschlichen, dass ich ihnen Tel Aviv gar nicht so zeigen kann, wie ich es erlebe. Ich erlebe ein anderes Tel Aviv als sie in der kurzen Zeit, in der sie hier sind, mitbekommen können. Trotzdem habe ich es genossen, mit ihnen durch die Gassen zu bummeln.

Die nächsten Tage haben wir uns Jaffa und Akko angeschaut. Akko ist eine Stadt im Norden von Israel, direkt am Meer. Sie ist vor allem bekannt durch seine Kreuzritter-Vergangenheit und für ihre Altstadt. Ihr Hafen ist einer der ältesten der Welt. Kein Wunder, dass die Stadt als UNESCO-Weltkulturerbe ernannt wurde! Sie ist vor allem arabisch geprägt. Es gibt einen großen Markt, der sich durch die ganzen kleinen Gässchen erstreckt. Die Altstadt ist von einer Mauer begrenzt und gleicht einem einzigen Labyrinth. Leider haben wir die alten Ritterhallen, eine große Sehenswürdigkeit Akkos, nicht gefunden. Dafür war der Hummus fantastisch. Nach Akko muss ich auf jeden Fall nochmal fahren!

Danach sind wir wieder zurück nach Tel Aviv gefahren und durch den Levinski-Gewürzmarkt, über den Rothschild-Boulevard (bekannt für seine Bauhaus-Gebäude) und am Hafen entlangspaziert. An vielen Ecken war ich bisher selbst noch nicht gewesen und es war echt schön, Tel Aviv so nochmal neu erkunden zu können. Natürlich durften auch die obligatorischen Kaffeepausen für Mama nicht fehlen. Hugo hat dafür gesorgt, dass die niemals langweilig wurden. Mal war er von den Ventialoren unglaublich begeistert, ein anderes Mal von einer überaus interessanten Plastikflasche..

An unserem letzten gemeinsamen Tag habe ich ihnen den Strand von Hadera gezeigt. Nach einer kurzen Wanderung über die Dünen, gelangten wir zu einer nahegelegenen, wunderschönen Bucht. Meine Mama war total begeistert davon! Mein Besuch hat sich dann noch ohne mich Jerusalem angeschaut, weil ich dann leider wieder arbeiten musste. Den Abend haben wir gemeinsam im Restaurant ausklingen lassen… 🙂

Ich war sehr froh über den Besuch aus Deutschland. Am Ende war ich schon sehr traurig, dass sie wieder fahren mussten. Ich denke, dass der Urlaub allen Beteiligten sehr gut getan hat. Meine Mama konnte beruhigten Gewissens sehen, dass ich hier in Israel wirklich alleine klar komme! Ich habe mich sehr gefreut, alle wiederzusehen.

In dem Sinne, bis zum nächsten Mal, lehitraot!

PS: An alle Verwandten und Freunde: haltet euch fest, schnallt euch an, sichert eure Lebensmittelvorräte: Isa kommt zu Weihnachten eine Woche nach Deutschland!

PPS: Es tut mir leid, dass so lange kein neuer Eintrag kam!

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