Shalom!

Letzte Woche habe ich mit meiner Arbeit im Krankenhaus angefangen. Doch bevor ich davon anfange, zu erzählen, ein kleiner Sprung nach vorne:

In Vorbereitung auf unsere Arbeit auf den Stationen hat uns das Krankenhaus einer Woche ,,Nursery Teaching“ unterzogen. In dieser Woche sollten wir die wichtigsten Sicherheitsvorschriften und grundlegende pflegerische Tätigkeiten erlernen. Am ersten Tag erfuhren wir auch endlich unsere Stationen. Ich arbeite auf der Inneren Medizin. Die nächsten Tage über hatten wir Teachings übers Hände desinfizeren, die Ernährung im Krankenhaus und wie wir uns beispielsweise im Brandfall verhalten sollen. Richtig spannend wurde es, wenn wir selber tätig werden durften. So haben wir uns gegenseitig Blutdruck und Blutzucker gemessen. Am letzten Tag bekamen wir unsere Arbeitsuniformen und haben an Puppe Dalia das Waschen eines Patienten geübt. Zum Glück konnte Dalia nicht widersprechen, sonst hätte sie sich das ein oder andere Mal beschwert. Auch wie man einen Patienten füttert, wurde uns erklärt.

Letzte Woche war dann Schluss mit Lustig, die Arbeit hat angefangen. Da ich bis jetzt nur fünf Tage gearbeitet habe, kann ich noch nicht wirklich viel dazu sagen. Aber soviel zum ersten Eindruck:

Die Leute sind total lieb und passen auf, mich langsam an die Arbeit ranzuführen. Ständig wird mir irgendwas zu Essen (Kuchen und Süßes) oder zu Trinken (Tonnen an Kaffee) angeboten. Ich komme mir wirklich ein wenig gemästet vor. Vom ersten Tag an messe ich die Vitalzeichen von allen Patienten. Ansonsten putze ich, fülle Schränke auf, mache Botengänge. Heute wurde ich auch ans Essen austeilen rangeführt. Tatsächlich ist die Sprache ein großes Problem. Als jemand meinte, die Hauptumgangssprache im Krankenhaus sei Englisch, meinte er wohl unter den Ärtzen, nicht unter dem einfachen Fußvolk. Die Kuach Eser (die Hilfen der Schwestern) mit denen ich zusammenarbeite, können nur sehr wenig Englisch. Viele können besser Russisch als Englisch reden. Tja, muss ich halt umso mehr Hebräisch lernen! Im ein oder anderen Moment fühle ich mich in dem ganzen Hebräisch aber schon verloren. Manchmal habe ich das Gefühl, zugleich unter- und überfordert zu sein. Wenn mich ein Patient anspricht, möchte ich ihm helfen können. Ich bin optimistisch, dass das mit der Zeit besser wird. Man braucht halt ein bisschen Zeit, um in die Station reinzukommen. Zum Glück arbeite ich mit einer anderen netten, israelischen Freiwilligen zusammen! Sie hilft mir bei vielem.

In der nächsten zwei Wochen habe ich jedoch ständig freie Tage, da ich aufgrund der jüdischen Feiertage hier nicht arbeiten muss. Da muss ich halt leider leider am Strand liegen… 🙂

Soviel zum ersten Eindruck von der Arbeit im Krankenhaus!

Bis bald, lehitraot!

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