Vor über einer Woche sind wir nun in unser Apartment eingezogen. Jeden Tag strömen so viele Eindrücke auf mich ein, dass ich das Gefühl hab, gar nicht alles festhalten zu können. Ich fange mal vorne an:

Letzte Woche Dienstag hat unser Sprachkurs angefangen. Der Unterricht macht mir echt Spaß. Die Sprache ist ganz anders als jede europäische Sprache, was das Ganze sehr interessant macht. Wir machen alle schnell Fortschritte und ich bin dadurch sehr motiviert. Außerdem habe ich das Gefühl durch die Sprache, die Kultur näher kennen zu lernen. Es gibt beispielsweise keine Unterschiede zwischen formaler und informaler Rede (die Israelis sind bekannt dafür, schnell persönlich zu werden und Privates und Arbeit zu vermischen), dafür aber zwei Formen jeweils für männliche und weibliche Sprecher. So viel zu Gendern in Israel.

Nach den Kursen haben wir immer in der Mensa mitgegessen (because delicious food for free). Für die Nachmittage hatten wir uns unterschiedliche Dinge vorgenommen, die dann jedoch nur semi-erfolgreich verliefen. Wir rennen zum Beispiel seit Tagen einem ganz bestimmten Bus- und Bahnticket hinterher. Da wir bis jetzt jede Busstrecke bezahlen müssen, laufen wir ihr wortwörtlich nach und pumpen dadurch unseren Schrittzähler nach oben. Auch unsere Fahrt nach Rishon LeZion, um mein Fahrrad abzuholen, haben wir auf halber Strecke abgebrochen. Es funktioniert halt nicht alles auf Anhieb.

Dafür haben wir einen Staubsauger gekauft! Mit nur 150 ILS (ca 37€) war er ein echtes Schnäppchen. Er ist typisch israelisch: winzig klein, das Kabel ist gefühlt zwei Meter lang und macht Lärm für 3 Staubsauger. Wir haben ihn trotzdem lieb!

Da eine Mitbewohnerin am Donnerstag Geburtstag hatte, haben wir unser erstes Wochenende gleich mit einer Party eingeläutet. Den Tag darauf sind wir Amelie, eine Freundin vom Vorbereitungsseminar, in einem Dorf in der Nähe von Tel Aviv besuchen gefahren. Der Strand bei ihr in der Nähe war traumhaft! Leider hat er mir den schlimmsten Sonnenbrand meines Lebens verpasst.

Im Moment fühlt sich die Zeit hier wie ein Urlaub an. Ein aufregender Urlaub mit Leuten, die man zwar vorher noch nicht kannte, die einem jedoch schnell sehr nahe stehen. Ich frage mich, wann und wie ich mich hier wie Zuhause fühlen kann.

Bis dahin, lehitraot!

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